Middlemarch
Middlemarch Es wird wieder Zeit über einen Roman zu schreiben. Die letzten Monate war ich mit einem Monolithen der Weltliteratur beschäftigt: Middlemarch von George Eliot. Ich war in mehrerlei Hinsicht zunächst skeptisch, ob ich das Buch lesen sollte. 1280 Seiten lesen sich nicht gerade in wenigen Tagen oder Wochen. Zudem sind historische Romane meist etwas langatmig, was das Lesen dieser Bücher nicht wirklich einfacher macht. Doch es stellte sich heraus, dass es sich bei Middlemarch ganz und gar nicht um eine verstaubte Chronik des viktorianischen Englands handelt. Tatsächlich ist Middlemarch kein historisches Artefakt, sondern ein psychologischer Spiegel der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, der uns auch noch heute fast erschreckend klar reflektiert. Statt einer Nacherzählung des Romans werde ich daher die Parallelen zu unserer Gesellschaft des 21.Jahrhunderts aufzeigen. Aber bevor die psychologische Feinarbeit beginnt, werde ich ein paar Worte zur Autorin des Romans verlieren. Ja, richtig gelesen, zur AutorIN! ...